Auszug aus dem Artikel im Traunsteiner Tagblatt von Tamara Eder:

In der Aufstellungsversammlung der Unabhängigen Grassauer Liste wurde der amtierende Marktgemeinderat Mehdi Akbari einstimmig als Bürgermeisterkandidat gewählt. Damit nominiert auch die UGL einen eigenen Bürgermeisterkandidaten.

 

Der 65-jährige Marktgemeinderat übt dieses Ehrenamt bereits in der zweiten Legislaturperiode aus. Mehdi Akbari lebt seit 33 Jahren in Grassau, ist verheiratet und hat zwei Kinder sowie zwei Enkelkinder. Der studierte Physiker arbeitete vor seinem Eintritt in die Rente als Energiemanager.

Bei der Vorstellung betonte Akbari, dass ihm das Morgen und Übermorgen sehr wichtig seien und er sich Nachhaltigkeit in allen Bereichen wünsche. Zu seinen Zielen gehöre ein sozialverträglicher Bodenverbrauch. Werde die aktuelle Wohnbaupolitik und Bodennutzung so weiter betrieben, gebe es in der Gemeinde bald keinen verfügbaren Grund mehr. Mit vorhandenen Baulücken müsse in erster Linie der Bedarf Einheimischer gedeckt werden. Ihm fehle ein langfristiges Konzept für die Ausweisung von Bauland. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept für die Zukunft Grassaus“, sagte er.

 

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Ein weiteres Thema sei Finanzpolitik und bezahlbarer Wohnraum. Die Gemeinde solle die Beschaffung bezahlbaren Wohnraums selbst in die Hand nehmen. Hierfür werde eine entsprechende Finanzpolitik benötigt. Durch günstige Finanzierungsbedingungen und hohen staatlichen Zuschüssen würde mit dem Bau von Wohnraum keine Belastung für die nächsten Generationen entstehen. Diese Wohnräume müssen in den Händen der Gemeinde bleiben und dürfen nicht im freien Markt landen.

Konkrete Vorstellungen äußerte Akbari zum Gewerbegebiet des ehemaligen Körting Geländes. Die UGL habe sich eingesetzt, dass für dieses Gebiet ein Gesamtkonzept für die Ortsentwicklung erstellt werde. Ziel sei es den Gewerbepark auch zukünftig weitgehend gewerblich zu nutzen. 

Auch zum Umweltschutz hat Akbari klare Vorstellungen. Intakte Umwelt, Artenschutz und Naturschutz haben höchste Priorität. Er verwies dabei auch auf die Wärmeversorgung und die vielen PV-Anlagen auf gemeindlichen Dächern. Diese umweltfreundliche Energiegewinnung solle erweitert und gefördert werden und mittelfristig eine CO² freie, nachhaltige und autarke Energieversorgung erreicht werden.

Das Gemeindeleben müsse für Jung und Alt attraktiv sein, was durch Ansiedlung umweltfreundlicher Firmen mit qualifizierten Arbeitsplätzen erreicht werden könne. Der größte Reichtum der Gesellschaft sei Tradition und Vereinsleben. Ehrenamtliche Aufgaben müssen öffentlich und effektiv unterstützt werden. Unterstützung sagte Akbari auch den Landwirten zu. Eine gute Zusammenarbeit mit den Landwirten sei zwingend erforderlich.

Zudem ging er auf den Hochwasserschutz ein. Grassau benötige dringend die vom Wasserwirtschaftsamt eingeleiteten Hochwasserschutzmaßnahmen. „Wir dürfen uns nicht auf unser Glück verlassen“, betonte der Kandidat.

Nicht unwesentlich sei die Bürgerbeteiligung. Auch nach der Wahl sollen die Bürger die Möglichkeit haben, Angelegenheiten zu diskutieren, Vorschläge und Ideen einzubringen.

Nach der Vorstellung seiner Ziele wurde Mehdi Akbari, der bereits seit über 20 Jahren in der Gemeinde politisch aktiv ist und sich seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich engagiert, sei es im Kindergarten, Schule oder im Tischtennisverein, einstimmig gewählt.

Mehdi Akbari kandidiert für das Bürgermeisteramt

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