Wohnungsbau- und Finanzpolitik

 

Die Ressource Boden ist in Grassau endlich und Bauland aufgrund der großen Nachfrage in den letzten 10 Jahren sehr teuer und knapp geworden. Wohnungs- oder Hausbau ist für viele einheimische Bürger in der Tat unbezahlbar geworden.  In der Verfassung des bayerischen Freistaates (Artikel 106) haben die Gemeinden den politischen Auftrag günstigen Wohnraum zu fördern.
 
Den Flächenverbrauch durch weitere Neubauten zu verringern und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, will ich dadurch erreichen, dass der Markt Grassau selbst als Bauherr und Investor aktiv wird. Durch Innenverdichtung, (z.B. Baulücken schließen,  Wohnungs- und Hausleerstände beseitigen…), kann einer weitere Zersiedlung unserer Landschaft  entgegengewirkt werden. Auch beim hiesigen Einheimischenmodel bleiben häufig Grundstücke unbebaut. Dies kann durch eine zeitliche Vorgabe zum Bauen verhindert werden. Wird in der Frist nicht gebaut, fällt das Baugrundstück wieder an die Gemeinde zurück.
 
Wir benötigen zusätzliche Alternativen zur klassischen Einfamilienhaussiedlung mit hohem Flächenverbrauch.  Eine sehr behutsame Entwicklung der Ortsränder ist oberstes Gebot. Neue altersgerechte kreative Wohnideen sind erforderlich. Hier kann die Gemeinde als Investor eine Vorbildfunktion übernehmen.  Gemeinsames Bauen und Wohnen schafft bezahlbaren Wohnraum auch für einkommensschwächere Bürger. 

 

Verschiedene städtebauliche Förderprogramme und günstige Niedrigzinsen geben den Gemeinden derzeit einen großen finanziellen Spielraum als Bauinvestor in der eigenen Gemeinde aktiv zu werden, ohne zukünftige Generationen übermäßig mit Zinsen zu belasten. Sie müssen nur genutzt werden.

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Mehdi Akbari

Dr. Winfried Drost

83224 Grassau